sites/randogoth.com/content/fallout-3.md
randogoth 8505b7e9e0 Three sites, one directory each
flux.vision, tobias.raayoni-last.com and randogoth.com. They were one site until
October 2026, serving four audiences from a single dated list, which is the only
format that can hold unrelated things at once.

flux.vision is recovered from the Wayback Machine, where it had sat since being
deleted in 2021: 90 articles, closed and maintained rather than updated.
tobias.raayoni-last.com is the professional record, 97 articles back to 1999.
randogoth.com is the technical work, 41 articles across six areas, served as an
ANSI bulletin board.

History starts here deliberately. The development history, the 266-row inventory
that records why each article went where it did, the Wayback pipelines, the
pruned articles, the source archives and the full-size images are kept beside
the repo rather than in it, so a clone is the web presence and not the argument
that produced it. REFACTOR.md is gitignored for the same reason. See README.md
for where that material lives, and keep it: the sort is not reproducible from
these three directories alone.

Each site documents itself in its own README, including the traps that cost time
and look like nothing when you get them wrong.
2026-10-05 20:54:45 +03:00

4.2 KiB
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Raw Blame History

Title: Fallout 3 Category: ENDTIMES Date: 2008-12-27 12:39 Slug: fallout-3

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Review

Der lange erwartete dritte Teil der Fallout Serie wurde zu Recht zum Spieleknaller des Jahres gekürt. Das Spiel reiht sich nahtlos in die bisherige Fallout-Welt ein und immer wieder trifft man auf Referenzen und Charaktere, die man aus den ersten beiden Teilen in Erinnerung behalten hat. Wie schon zuvor hat man uneingeschränkte Freiheit bei allen Entscheidungen, wo man sich hin bewegt, mit wem man wie interagiert, und wie und ob man erteilte Aufgaben löst. Je nachdem, wie moralisch oder unmoralisch man sich als Spielcharakter verhält, ändern sich Reaktionen der anderen Figuren und Fraktionen im Spiel.

[more]

Auf der Suche nach dem eigenen Vater flüchtet man zum ersten Mal im Leben aus der geschützten Enklave des unterirdischen High-Tech Atombunkers ans Tageslicht mitten ins nuklear verseuchte und dem Erdboden gleichgemachte Washington D.C. Mutierte Ratten und Riesenskorpione machen Jagd auf einen, genauso wie kannibalistische Sklavenhändler, Riesenmutanten und faschistische Soldaten. In der nahegelegenen Siedlung Megaton findet man Händler, Veteranen und verrückte Anhänger der Sekte “Kinder des Atoms”, die einen nuklearen Blindgänger im Zentrum der Stadt als Gottheit anbeten. Das allgemein anerkannte Zahlungsmittel im postnuklearen Ödland sind in der Regel Kronkorken, die man überall finden, verdienen oder stehlen kann. Man kämpft sich während des Spiels durch verlassene Atombunkeranlagen, gigantische Grotten, der völlig verwüsteten Innenstadt von Washington, Roboterfabriken und das von ehemals atombetriebenen retrofuturistischen Autowracks übersähte Umland.

Das Aussehen und die Soft-Skills des eigenen Charakters sind komplett frei entfaltbar, genauso wie die Kleidung, die man jedem getöteten Wesen einfach abnehmen kann, und die Waffen, die man als Belohnungen für erfolgreiche Missionen erhält, findet, oder sich selbst zusammenzimmert. Man bekommt unter bestimmten Umständen sogar eine von zwei Wohnungen zur Verfügung gestellt, die man nach Lust und Laune einrichten kann. Bewusstseinserweiternde Drogen gibt es zu Genüge - sei es Alkohol oder “Nuka Cola”, diverse Medikamente, oder das aus Fallout 2 bekannte “Jet”, bei Überkonsum sollte man sich aber auf unangenehme Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen gefasst machen.

Fazit

Fallout 3 ist jedenfalls in die Top 5 meiner All-Time-Favorite Games aufgestiegen und die uneingeschränkte Freiheit trägt ungemein zum extremen Suchtfaktor des Spiels bei. Die Atmosphäre ist atemberaubend, obwohl die Grafik nicht unbedingt mit anderen aktuellen 3D Spielen mithalten kann. Dafür ist der Sound und die per “Pip-Boy” Radio empfangbare Musik um so besser. Das innovative rundenbasierte “V.A.T.S.” Kampfsystem als jederzeit nutzbare Alternative zum Live-Geballer ist sehr überzeugend und perfekt gelöst und realistische Dinge, wie die Abnutzung von Waffen, Müdigkeit, Strahlungsschäden oder Drogenentzug machen das Spiel sehr spannend, ohne unnötig abzulenken.

Benotung

Grafik 2
Sound 1
Atmosphäre 1
Intelligenz 2
Freiheit 1
Charakter 1
Suchtfaktor 1

Endzeitvorbereitung

Fallout 3 bereitet sehr gut darauf vor, was es bedeutet in einem postnuklearen Ödland zu überleben - sowohl was die Strahlungsbelastung betrifft, als auch die Folgen von Mutation und der Abwesenheit von gesellschaftlichen Kontrollmechanismen. Man lernt schnell, wie wichtig es ist, reines Trinkwasser zu besitzen und permanent Medikamente in ausreichender Menge mit sich zu führen. Man gewöhnt sich schnell ein gesundes Gleichgewicht ziwschen Paranoia und Empathie an und lernt, dass sich in einer ethiklosen Umwelt ein gewisses Maß an Moral auch auszahlen und einem überlebenswichtige Freunde schenken kann. Man erfährt, wie schwer es ist, im jahrzehnte abgeschlossenen Raum eines Atombunkers die Kontrolle zu behalten und nicht wahnsinnig zu werden und wie wichtig es ist, Informationen zu sammeln und vor allem, mit anderen auszutauschen, um die Hoffnung aufrecht zu erhalten und dem um sich greifenden Nihilismus vorzubeugen.