flux.vision, tobias.raayoni-last.com and randogoth.com. They were one site until October 2026, serving four audiences from a single dated list, which is the only format that can hold unrelated things at once. flux.vision is recovered from the Wayback Machine, where it had sat since being deleted in 2021: 90 articles, closed and maintained rather than updated. tobias.raayoni-last.com is the professional record, 97 articles back to 1999. randogoth.com is the technical work, 41 articles across six areas, served as an ANSI bulletin board. History starts here deliberately. The development history, the 266-row inventory that records why each article went where it did, the Wayback pipelines, the pruned articles, the source archives and the full-size images are kept beside the repo rather than in it, so a clone is the web presence and not the argument that produced it. REFACTOR.md is gitignored for the same reason. See README.md for where that material lives, and keep it: the sort is not reproducible from these three directories alone. Each site documents itself in its own README, including the traps that cost time and look like nothing when you get them wrong.
3.2 KiB
Executable file
Title: Bioshock Category: ENDTIMES Date: 2008-08-30 22:22 Slug: bioshock Tags: endtimes, game, review, deutsch
Review
Das lang erwartete und im Vorhinein mit viel zu hohen Erwartungen beladene Prequel der System Shock Spieleserie wurde von den Kritikern und System Shock Fans wie zu erwarten als Ego-Shooter mit zu wenig Tiefgang zerrissen.
Ich wollte mir ein eigenes Bild davon machen und muss sagen, dass ich während des Spiels insgesamt extrem beeindruckt war. Die Story ist äußerst spannend, die detailverliebte Grafik meiner Meinung nach bisher unerreicht und die Atmosphäre bis zum Schluss fesselnd und schön verstörend.
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Vollgepumpt mit dem Mutagen “Eve” und bis an die Zähne bewaffnet mit selbst aufgemotztem Flammenwerfer und Schrotflinte kämpft man in den vom pervers entstellten Individualanarchismus zerfressenen Überresten der rostigen Unterwassermetropole Rapture gegen die wahnsinnigen, entstellten Bewohner - man versucht einfach nur, aus der Hölle zu entkommen und einen Weg zurück an die Wasseroberfläche zu finden. Mit der Waffe im Anschlag schleicht man durch tropfende und knarzende Krankenhausflure und retrofuturistische Theaterhallen, auf der Suche nach den “kleinen Schwestern” mit der begehrten Droge “Adam” - im Hintergrund ertönen die absurden Konversationen der mordlüsternen Überlebenden und aus irgendeinem Winkel schallen zerkratze Schlagerplatten der sechziger Jahre in nie enden wollenden Schleifen - bis plötzlich ein “Big Daddy” am Ende des Flurs erscheint - ein gigantisches Monster im Tieftaucheranzug, bewaffnet mit Nietengewehr und mit übermenschlichen Kräften seinem einzigen Existenzzweck folgend - dem Schutz der “kleinen Schwestern” um jeden Preis…
Fazit
Als Fazit würde ich sagen, ein grafisch, musikalisch und atmosphärisch extrem gelungener Shooter, der leider durch die für meinen Geschmack zu einschränkende Linearität und vergleichsweise kurze Gesamtspieldauer eher kurzweilig bleibt. Der Rollenspielcharakter der System Shock Familie wird bei weitem nicht erreicht, trotz witziger Features, wie dem Pimpen der eigenen Waffen mit verschiedenen gesammelten Fundsachen aus Rapture. Bei der Ästhetik der im Spiel vorkommenden Automaten und Piktogramme wurde sich offensichtlich sehr bei Fallout 1 + 2 bedient (”Vault-Boy”), was aber nicht unbedingt negativ zu bewerten ist.
Benotung
Grafik 1
Sound 1
Atmosphäre 2
Intelligenz 4
Freiheit 5
Charakter 3
Suchtfaktor 3
Endzeitvorbereitung
Das Spiel eignet sich zur mentalen Vorbereitung auf eventuelle psychopathologische Störungen von Menschen, die sich in einer komplett isolierten räumlichen Umgebung aufhalten, in der keine gesellschaftliche Ordnung ausser einer ultraindividualistischen, kapitalistischen Anarchie herrscht. Der Überlebensdrang wendet sich zum Blutrausch und es fällt schwer, moralische Vernunft beizubehalten.
Ebenso wird das technische Verständnis von brauchbaren Waffensystemen gestärkt, denn man beginnt die eigene Aufmerksamkeit zu schärfen um für eventuelle Waffenupgrades benötigte Gegenstände im Chaos von Rapture aufzuspüren und sich Orte einzuprägen, an denen man seine Waffen modifizieren kann.
