sites/randogoth.com/content/bioshock.md
randogoth 8505b7e9e0 Three sites, one directory each
flux.vision, tobias.raayoni-last.com and randogoth.com. They were one site until
October 2026, serving four audiences from a single dated list, which is the only
format that can hold unrelated things at once.

flux.vision is recovered from the Wayback Machine, where it had sat since being
deleted in 2021: 90 articles, closed and maintained rather than updated.
tobias.raayoni-last.com is the professional record, 97 articles back to 1999.
randogoth.com is the technical work, 41 articles across six areas, served as an
ANSI bulletin board.

History starts here deliberately. The development history, the 266-row inventory
that records why each article went where it did, the Wayback pipelines, the
pruned articles, the source archives and the full-size images are kept beside
the repo rather than in it, so a clone is the web presence and not the argument
that produced it. REFACTOR.md is gitignored for the same reason. See README.md
for where that material lives, and keep it: the sort is not reproducible from
these three directories alone.

Each site documents itself in its own README, including the traps that cost time
and look like nothing when you get them wrong.
2026-10-05 20:54:45 +03:00

76 lines
3.2 KiB
Markdown
Executable file

Title: Bioshock
Category: ENDTIMES
Date: 2008-08-30 22:22
Slug: bioshock
Tags: endtimes, game, review, deutsch
![bioshock-bd.jpg](/library/bioshock-bd.jpg)
**Review**
Das lang erwartete und im Vorhinein mit viel zu hohen Erwartungen
beladene Prequel der System Shock Spieleserie wurde von den Kritikern
und System Shock Fans wie zu erwarten als Ego-Shooter mit zu wenig
Tiefgang zerrissen.
Ich wollte mir ein eigenes Bild davon machen und muss sagen, dass ich
während des Spiels insgesamt extrem beeindruckt war. Die Story ist
äußerst spannend, die detailverliebte Grafik meiner Meinung nach bisher
unerreicht und die Atmosphäre bis zum Schluss fesselnd und schön
verstörend.
[more]
Vollgepumpt mit dem Mutagen “Eve” und bis an die Zähne bewaffnet mit
selbst aufgemotztem Flammenwerfer und Schrotflinte kämpft man in den vom
pervers entstellten Individualanarchismus zerfressenen Überresten der
rostigen Unterwassermetropole Rapture gegen die wahnsinnigen,
entstellten Bewohner - man versucht einfach nur, aus der Hölle zu
entkommen und einen Weg zurück an die Wasseroberfläche zu finden. Mit
der Waffe im Anschlag schleicht man durch tropfende und knarzende
Krankenhausflure und retrofuturistische Theaterhallen, auf der Suche
nach den “kleinen Schwestern” mit der begehrten Droge “Adam” - im
Hintergrund ertönen die absurden Konversationen der mordlüsternen
Überlebenden und aus irgendeinem Winkel schallen zerkratze
Schlagerplatten der sechziger Jahre in nie enden wollenden Schleifen -
bis plötzlich ein “Big Daddy” am Ende des Flurs erscheint - ein
gigantisches Monster im Tieftaucheranzug, bewaffnet mit Nietengewehr und
mit übermenschlichen Kräften seinem einzigen Existenzzweck folgend - dem
Schutz der “kleinen Schwestern” um jeden Preis…
**Fazit**
Als Fazit würde ich sagen, ein grafisch, musikalisch und atmosphärisch
extrem gelungener Shooter, der leider durch die für meinen Geschmack zu
einschränkende Linearität und vergleichsweise kurze Gesamtspieldauer
eher kurzweilig bleibt. Der Rollenspielcharakter der System Shock
Familie wird bei weitem nicht erreicht, trotz witziger Features, wie dem
Pimpen der eigenen Waffen mit verschiedenen gesammelten Fundsachen aus
Rapture. Bei der Ästhetik der im Spiel vorkommenden Automaten und
Piktogramme wurde sich offensichtlich sehr bei Fallout 1 + 2 bedient
(”Vault-Boy”), was aber nicht unbedingt negativ zu bewerten ist.
**Benotung**
Grafik 1
Sound 1
Atmosphäre 2
Intelligenz 4
Freiheit 5
Charakter 3
Suchtfaktor 3
**Endzeitvorbereitung**
Das Spiel eignet sich zur mentalen Vorbereitung auf eventuelle
psychopathologische Störungen von Menschen, die sich in einer komplett
isolierten räumlichen Umgebung aufhalten, in der keine gesellschaftliche
Ordnung ausser einer ultraindividualistischen, kapitalistischen Anarchie
herrscht. Der Überlebensdrang wendet sich zum Blutrausch und es fällt
schwer, moralische Vernunft beizubehalten.
Ebenso wird das technische Verständnis von brauchbaren Waffensystemen
gestärkt, denn man beginnt die eigene Aufmerksamkeit zu schärfen um für
eventuelle Waffenupgrades benötigte Gegenstände im Chaos von Rapture
aufzuspüren und sich Orte einzuprägen, an denen man seine Waffen
modifizieren kann.